Das Highlight unserer Woche sind unsere Gottesdienste am Sonntag. Wir treffen uns, um Gott anzubeten, im Gebet mit ihm zu reden und auch, um einander zu begegnen.

„So oft wie möglich“ versammelt sich die christliche Gemeinde „im Namen Gottes des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ zum Gottesdienst.“

Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR)

So oft wie möglich? Das bedeutet, mindestens an jedem Sonntag und an jedem kirchlichen Feiertag sollen die Protestantinnen und Protestanten Gottesdienst feiern. Die klassische Definition des Gottesdienstes hat der Reformator Martin Luther geliefert. Bei der Einweihung der Schlosskapelle zu Torgau am 5. Oktober 1544 stellte er fest: Das neue Haus soll dahin ausgerichtet werden, „dass nichts anderes darin geschehe, denn dass unser lieber Herr selbst mit uns rede durch sein heiliges Wort, und wir wiederum mit ihm reden durch Gebet und Lobgesang“.

Der Gottesdienst ist Dialog, sowohl als Dienst Gottes an uns wie auch als Dienst des Menschen gegenüber Gott. Dialog ist aber nicht nur Gespräch zwischen Gott und Mensch, sondern auch zwischen Menschen untereinander und ein Dialog der Menschen mit sich selbst.

Die Gesamtverantwortung für den Gottesdienst in der Gemeinde liegt beim Presbyterium, also der gewählten Gemeindeleitung. Den jeweiligen Gottesdienst leiten Pfarrerin oder Pfarrer, Prädikantin oder Prädikant sowie Lektorin oder Lektor.

Jeden Sonntag um 9.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Kölschhausen


Teilnahme vor Ort

Keine vorherige Anmeldung nötig. Die aktuell geltenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen sind zu beachten:

  • Begrüßung und Verabschiedung ohne Handschlag! Am Eingang findest du Desinfektionsmittel, mit denen du deine Hände desinfizieren kannst.
  • Wenn du den Gottesdienst besuchen möchtest, musst du dich an die 3G-Regel halten, d.h. du solltest geimpft, genesen oder getestet sein (max. 24 Stunden vorher). Dies gilt nicht für Geboosterte und Kinder unter 6 Jahren. Für Schüler reichen die regelmäßigen Tests, die in der Schule gemacht werden. Auch wenn du einen anderen Atemwegsinfekt oder Fieber hast, darfst du nicht am Gottesdienst teilnehmen, damit keine anderen Besucher angesteckt werden. Nutze bitte unser Online-Angebot.
  • Während des gesamten Gottesdienstes ist eine medizinische Maske (FFP2,  KN95 oder N95) zu tragen!
  • Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist auf dem kompletten Gemeinde-Gelände einzuhalten, auch bei Gesprächen mit anderen Gottesdienstbesuchern. Das gilt nicht für Personen, die im gleichen Haushalt leben.  Abstand mind. 1,50 Meter – achte auf die angebrachten Sitzplatzschilder!
  • Bitte nach dem Gottesdienst geordnet in Reihenfolge der Bänke die Kirche wieder durch die Vordertür verlassen.

Livestream

Der Gemeindegottesdienst um 9.30 Uhr übertragen wir parallel live auf YouTube. Du kannst dich also von zu Hause oder unterwegs dazu schalten und mit uns feiern. 


Viele Gemeinden – ein Herr, der dreieinige Gott

Wir hören auf Jesus Christus,
der im Gottesdienst in Wort und Sakrament in seiner Gemeinde anwesend und erfahrbar ist.

Wir glauben an Jesus Christus.
Dieser Glaube wird im Gottesdienst geweckt. Diesen Glauben bekennt die Gottesdienstgemeinde in Gemeinschaft mit allen Christinnen und Christen zu allen Zeiten und an allen Orten.

In seinem Geiste handeln wir.
Wir feiern synodale Gottesdienste und bringen unsere Verbundenheit im Kirchenkreis und in der Ökumene zum Ausdruck. Wir unterstützen Kirchengemeinden und befähigen Einzelne, Gottesdienst feiern und leiten zu können.


Abendmahl

Mit Brot und Wein und den Einsetzungsworten feiert die christliche Gemeinde das Sakrament des Abendmahls, die Gemeinschaft mit Christus und allen Gläubigen. Sakramente sind von Gott eingesetzte, sichtbare und wirksame Handlungen. Zu einem Sakrament gehören Wort und Zeichen. Die Zeichen der Abendmahlsfeier sind Brot und Wein, sie stehen für den Leib und das Blut Jesu Christi. Die Gläubigen empfangen im Abendmahl Anteil an seinem Tod und seiner Auferstehung.

Gott nimmt alle Menschen an, wie sie sind, aber er lässt sie nicht wie sie sind. Die Buße, die Umkehr ist nicht Bedingung der Sündenvergebung, sondern die „Frucht“ und Folge. Diese theologische Einsicht wird konsequent auf die Feier des Abendmahls übertragen. Alle Getauften sind an den Tisch des Herrn eingeladen, egal welcher Konfession und in welcher Lebenssituation sie stehen.

Im Abendmahl feiert die Kirche die Gemeinschaft mit Jesus Christus. Diese Gemeinschaft geht weit über die Grenzen der eigenen Kirche hinaus. Darum sind zum Abendmahl in der Evangelischen Kirche im Rheinland Christinnen und Christen aus allen Konfessionen eingeladen.

Das wollen wir gemeinsam einmal im Monat im Rahmen unserer Sonntagsgottesdienste feiern.


Taufe

Sakramente sind von Gott eingesetzte, sichtbare und wirksame Handlungen. Zu einem Sakrament gehören Wort und Zeichen. Das wichtigste Zeichen der Tauffeier ist das Wasser. Wasser ist das Urelement des Lebens. Wasser kann aber auch eine Bedrohung für das Leben sein. Im Wasser kann Leben untergehen und enden. Die Täuflinge erfahren symbolisch im Wasserritus, was Jesus Christus durchlebt hat. Wie er durch den Tod zum ewigen Leben gelangt ist, so kommt das Wasser über den Täufling, und er “taucht auf” als Mensch des neuen Lebens.


Mehrmals im Jahr feiern wir Taufgottesdienste im Rahmen unserer Gemeindegottesdienste. Hierbei taufen wir Säuglinge (Säuglingstaufe), Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene.


Trauung

Bei der Trauung wird die Gemeinschaft der Eheleute bzw. der Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner unter Gottes Wort und Segen gestellt. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist ein Geschenk Gottes, der die Menschen geschaffen hat. Dieser Gedanke bestimmt das evangelische Verständnis der Trauung.

In der Trauung empfängt das Paar den Segen Gottes: Gott möge das Paar in seiner Ehe begleiten. Denn es ist alles andere als selbstverständlich, dass zwei Menschen mit ihren je eigenen Träumen und Wünschen, Lebensplänen und -geschichten, Fähigkeiten und blinden Flecken eine feste und lebenslange Beziehung eingehen wollen und können.

Die evangelische Trauung ist ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung bzw. der Eintragung der Lebenspartnerschaft mit Gebet, Liedern, Worten aus der Bibel, Predigt und dem Segen.

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